Gebrauchshund Otelo

 

Die Ausbildung eines Gebrauchshundes ist ein langer und steiniger Weg. Einer unserer Ausbilder, Herr Karl-Heinz Telljohann aus dem schönen Plattenhardt kann dies nicht nur bestätigen, nein, vor allem gibt er mir Recht, dass ein Gebrauchshund nichts anderes als ein Gebrauchshund ist und auch Gebrauchshund bleiben muss, unbeachtet der Rasse, Herkunft und Alter.

 

Vor nicht allzu langer Zeit brachte ein Kuraufenthalt den Umstand mit sich, dass der amtierende Champ unseres Vereins, Otelo Huber von und zu Sonnenberg, nicht nur Samstag, Sonntag und Mittwoch am Gebrauchshundetraining von Herrn Tell teilnehmen durfte. Vielmehr wurde Gebrauchshund Otelo aufgrund seines großen Talents zu einem mehrwöchigen Gebrauchshundelehrgang mit Vollpension eingeladen. Für alle Vereinsmitglieder stand fest, dass während diesem Gebrauchshundelehrgang diesem Gebrauchshund alle Flausen aus dem Gebrauchshundekopf getrieben werden und er innerhalb drei Wochen zum richtigen Mann, bzw. Gebrauchshund erzogen wird.

 

Einige Lesern – sofern es überhaupt noch welche gibt - wird nun sicherlich interessieren, welchen Mitteln sich Herr Telljohann bedient, um die Gebrauchshundeausbildung in wenigen Tagen erfolgreich abzuschließen. Hier einige Gebrauchshundefaustformeln, die ausnahms- und kompromisslos angewendet werden müssen, soll der Gebrauchshundelehrgang ein Erfolg werden.

 

  1. 1.    Der Gebrauchshund und das Auto

 

Ein Gebrauchshund hat nichts, aber auch gar nichts im Auto zu suchen.

 

Ausnahmen:

 

a)    a)    Unter Umständen können geliehene oder geleaste Gebrauchshunde eine Ausnahme darstellen.

b)    b)    Gebrauchshunden, bei denen die Ausnahme Anwendung findet, sind jederzeit eine freie und uneingeschränkte Sicht aus dem Fahrzeug zu gewähren.

c)    c)    Gebrauchshunde, bei denen eine freie und uneingeschränkte Sicht nicht lückenlos garantiert werden kann, die Ausnahme jedoch Anwendung findet, müssen im Fahrzeug während der Fahrt auf den Schoß des Beifahrers platziert werden.

d)    d)    Ist dem Gebrauchshund noch immer keine freie und uneingeschränkte Sicht durch Anwendung der Ausnahmen a – c garantiert, so ist die eventuelle Spreizstellung der Beine des Beifahrers polizeilich verboten und unter Strafe, nicht unter drei Jahren in einem Urwaldknast, zu stellen

 

  1. 2.    Haltung der Gebraushundes

 

Ein Gebrauchshund hat nichts, aber auch gar nichts in der Wohnung zu suchen.

 

Ausnahmen:

 

a)    a)    Unter Umständen können geliehene oder geleaste Gebrauchshunde eine Ausnahme darstellen.

b)    b)    Gebrauchshunden, bei denen die Ausnahme Anwendung findet, ist der Zugang und Nutzung aller Möbelstücke zu jedem Zeitpunkt zu gewähren.

c)    c)    Erfordert die Hygiene des Gebrauchshundetrainers den Gang zur Dusche, darf der Gebrauchshund, für den die Ausnahme Anwendung findet, von der Nutzung des bereits vorgewärmten Platzes Gebrauch machen, da es sich schließlich um einen Gebrauchshund handelt.

d)    d)    Macht der Gebrauchshund, für den die Ausnahme Anwendung findet, tatsächlich Gebrauch von der Nutzung, ist dies mit einem herzlichen Lachen zu quittieren, statt der zwanghaften und kostenpflichtigen Entfernung der Gebrauchshundes.

 

  1. 3.    Pflege des Gebrauchshundes

 

Die Pflege des Gebrauchshundes hat spartanisch und ausschließlich durch den Gebrauchshund selbst zu erfolgen

 

Ausnahmen:

 

a)    a)    Unter Umständen können geliehene oder geleaste Gebrauchshunde eine Ausnahme darstellen.

b)    b)    Gelüstet Gebrauchshunden, bei denen die Ausnahme Anwendung findet, nach einem Bade so ist dieses umgehend und gründlich mit einem vom Gebrauchhund zu wählenden Geschmacksrichtung, beispielsweise Nerzöl, durchzuführen.

 

  1. 4.    Ernährung des Gebrauchhundes

 

Ein Gebrauchshund ist vitaminreich und möglichst fettreduziert zu ernähren.

 

Ausnahmen:

 

a)    a)    Unter Umständen können geliehene oder geleaste Gebrauchshunde eine Ausnahme darstellen.

b)    b)    Lehnen Gebrauchshunde, für die diese Ausnahme Anwendung findet, sowohl die Vitamine als auch den laschen Fettanteil grundsätzlich ab, so ist dem Gebrauchshund unverzüglich ein Ring Schwarzwurst oder ein paar Seiten zu besorgen, wobei auf Uhrzeit oder Sonn- und Feiertage keine Rücksicht zu nehmen ist.

c)    c)    Wird durch die Aufnahme von Wurstwaren der Verdauungsvorgang eines Gebrauchshundes, bei denen die Ausnahme Anwendung findet, nachhaltig gestört, so ist auch ohne jegliche Kenntnis der Nahrungszubereitung Reis für den Gebrauchshund zuzubereiten.

d)    d)    Lehnt ein Gebrauchshund, für den die Ausnahme Anwendung findet, Reis aufgrund des Geschmacks oder der Art der Zubereitung ab, so ist einem Neugeborenen ein Gläschen Alete gewaltsam zu entwenden um es dem Hund zuzuführen.

 

 

  1. 5.    Mit dem Gebrauchshund zu verbringende Zeit

 

Außer dem Übungsbetrieb und den täglichen Notdurftspaziergängen hat sich der Gebrauchshund selbst zu beschäftigen.

 

Ausnahmen

 

a)    a)    Unter Umständen können geliehene oder geleaste Gebrauchshunde eine Ausnahme darstellen.

b)    b)    Besteht ein begründeter Verdacht, dass sich ein Gebrauchshund, für den die Ausnahme Anwendung findet, langweilt, so ist der Gebrauchshundetrainer verpflichtet ein schlechtes Gewissen zu bekommen, alle Arbeiten niederzulegen und mit dem Gebrauchshund ein kurzweiliges Spiel zu beginnen. Art und Länge des Spiels bestimmt dann der Gebrauchshund.

 

 

Nach Rückkehr des Gebrauchshundes und anschließender Befragung des Hundes und der Eigentümerin kann man von einem vollen Erfolg des Gebrauchshundelehrgangs sprechen. Bei Otelo wurden nicht nur alle Faustregeln, sondern ausnahmslos alle Ausnahmen vom Gebrauchshundetrainer befolgt. Dies wiederum bestätigt eine weitere Faustformel:

 

Weiche Schale, harter Kern, oder umgekehrt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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